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Die Gedanken sind frei, - wer kann sie erraten?
Sie fliehen vorbei, - wie nächtliche Schatten.
Kein Mensch kann sie wissen,
kein Jäger erschießen
mit Pulver und Blei: Die Gedanken sind frei.
Ich denke, was ich will - und was mich beglücket,
doch alles in der Still - und wie es sich schicket.
Mein Wunsch und Begehren
kann niemand verwehren;
es bleibet dabei: Die Gedanken sind frei.
Ich liebe den Wein – mein Mädchen vor allen,
sie tut mir allein – von allen gefallen.
Ich bin nicht alleine
bei meinem Glas Weine
und mein Mädchen dabei: Die Gedanken sind frei.
Drum will ich auf immer - den Sorgen entsagen
und will mich auch nimmer – mit Grillen mehr plagen.
Man kann ja im Herzen
stets lachen und scherzen
und denken dabei: Die Gedanken sind frei.
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